Alhambra und die Umwelt

Manufacturas Alhambra fühlt sich in sämtlichen Bereichen seiner Tätigkeit zur Erhaltung der Umwelt verpflichtet - und das nicht nur aus Imagegründen, sondern vielmehr aus dem Wissen heraus, dass die Erhaltung der natürlichen Ressourcen auch zur Erhaltung der Gitarrenmanufaktur beiträgt. Denn das hauptsächlich verwendete Rohmaterial ist schließlich Holz.

Holzlieferanten. Alle unsere Holzlieferanten können belegen, dass sie in die Wiederaufforstung investieren. Abhängig von der Holzsorte und ihrer Herkunft gibt es für sie viele landesspezifische Umstände zu beachten. Unser indischer Palisander zum Beispiel wird ausschließlich in offiziellen Auktionen der Landesregierung erworben - die Stämme können nach dortigem Gesetz erst nach dem Kauf gefällt werden. Unser Lieferant für Ebenholz muss jährlich einen Anteil seines Umsatzes an die dortige Verwaltung abgeben. Diese Gelder werden dann zur Finanzierung der Wiederbeforstung verwendet.

Geschützte Holzarten und die CITES. Die CITES (Convention of International Trade of Endangered Species of wild fauna and flora), die internationale Vereinigung zum Schutz gefährdeter Pflanzenarten legte im Jahre 1992 fest, dass Dalbergia Negra, bei uns als Brasilianischer oder Rio-Palisander bekannt, als gefährdete Baumart zu behandeln ist. Deshalb führen wir genau Buch über unseren Verbrauch von brasilianischem Palisander und melden der CITES, wann wir ein Instrument daraus fertigen. Auch unser Kunde erhält ein Zertifikat. Daran kann er erkennen, dass Alhambra seine Gitarre aus legal erworbenem und offiziell kontrolliertem Rio-Palisander gebaut hat.

Alle Holzarten sind für Alhambra wertvolle Naturschätze, mit denen es gilt, umsichtig und sorgsam umzugehen. Deshalb werden vor Ort die Stämme nach einem detaillierten Plan in Maßen aufgesägt, die bei der späteren Weiterverarbeitung in Muro de Alcoy den geringsten Schnittabfall mit sich bringen. Ein guter Nebeneffekt dieses Systems ist, dass die Hölzer dabei in einem frühen Stadium nach ihrer Qualität beurteilt und den verschiedenen Instrumentenklassen unserer Produktpalette zugeordnet werden können.

Holzabfälle gibt es in der Manufaktur von Alhambra eigentlich nicht. Um sie auf ein Mindestmaß zu reduzieren, achtet Alhambra auf folgende Punkte: Wenn die Hölzer vor Ort zum Transport aufgesägt werden, gibt Alhambra in einem komplexen System die Maße vor, damit später in der Manufaktur das geplante Bauteil mit geringem Verschnitt hergestellt werden kann. Da hier eine Produktpalette vom Schüler- bis zum Meisterinstrument gebaut wird, hat sich dieses System noch in anderer Hinsicht bewährt: Durch den genauen Vorschnitt können die Hölzer gleich bei der Ankunft in Muro de Alcoy den verschiedenen Modellkategorien zugeordnet werden.

Die staubfeinen Holzspäne, die beim Hobeln, Fräsen und Schleifen entstehen, werden abgesaugt, zentral zusammengeführt und zu Holzbriketts gepresst. Diese wiederum dienen im Winter als Brennmaterial in der Zentralheizung der Manufaktur.

Wasseraufbereitung war bei Alhambra bereits ein Thema, bevor sie gesetzlich vorgeschrieben wurde. Die Firma versucht ständig, sich auf dem Gebiet des Umweltschutzes zu verbessern. Deshalb gibt es auch Kooperationen und Austausch mit Lackierspezialisten, um die Lackiertechnik zu verbessern. Das Wasser, mit dem die Lackieranlage gereinigt und Lackdämpfe abgeführt werden, verbleibt in einem geschlossenen Kreislauf. Nach seiner Aufbereitung wird es einfach wieder verwendet. Die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Werte wird durch regelmäßige Messungen dokumentiert. Für die monatliche Entsorgung der in der Manufaktur gesammelten Schadstoffe haben wir eine Firma gewählt, die uns durch ihre staatliche Überprüfung und Anerkennung eine sichere und ungefährliche Entsorgung gewährleisten kann.